Die Start­sei­te ist oft der ers­te Kon­takt mit Dei­nem Unter­neh­men. Inner­halb weni­ger Sekun­den möch­ten Besucher:innen ver­ste­hen, wer Du bist, was Du anbie­test und ob Dein Ange­bot zu ihrer Suche passt.

Ent­schei­dend ist, dass die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen schnell erfass­bar sind und logisch auf­ein­an­der aufbauen.

1. Eine klare Überschrift mit Claim

Der ers­te sicht­ba­re Bereich Dei­ner Start­sei­te soll­te sofort zei­gen, wor­um es geht. Eine Begrü­ßung wie „Herz­lich will­kom­men“ klingt freund­lich, sagt aber noch nichts über Dein Ange­bot aus.

Bes­ser ist eine Über­schrift, die klar benennt, was Du machst. Ein kur­zer Cla­im kann ergän­zen, für wen Dein Ange­bot gedacht ist oder wel­ches Pro­blem Du löst.

Stel­le Dir drei Fragen:

  • Wer bist Du?
  • Was bie­test Du an?
  • War­um ist das für Dei­ne Ziel­grup­pe relevant?

Klar­heit ist dabei wich­ti­ger als ein krea­ti­ver Slo­gan. Besucher:innen soll­ten nicht rät­seln müs­sen, ob sie bei Dir rich­tig sind.

Bei loka­len Ange­bo­ten kann auch der Stand­ort sinn­voll sein. Wenn Du vor allem in Ham­burg arbei­test, darf das bereits im ers­ten Bereich sicht­bar werden.

2. Ein kurzer Haupttext mit erkennbarem Nutzen

Unter der Über­schrift folgt ein kur­zer Text, der Dein Ange­bot ein­ord­net. Zwei bis drei Sät­ze rei­chen meist aus. Ein ein­fa­cher Auf­bau hilft: Pro­blem der Kund:innen → Dei­ne Lösung → gewünsch­tes Ergeb­nis. So beschreibst Du nicht nur Dei­ne Leis­tung, son­dern zeigst direkt, war­um sie rele­vant ist.

Ver­mei­de all­ge­mei­ne Aus­sa­gen wie „indi­vi­du­el­le Lösun­gen“ oder „höchs­te Qua­li­tät“. Sol­che For­mu­lie­run­gen klin­gen pro­fes­sio­nell, blei­ben aber oft ohne Aus­sa­ge. Erklä­re statt­des­sen kon­kret, wobei Du hilfst und was sich dadurch verbessert.

Die Start­sei­te muss nicht jedes Detail erklä­ren. Sie soll Ori­en­tie­rung geben und Inter­es­se an den wei­ter­füh­ren­den Sei­ten wecken.

3. Ein klarer Call-to-Action

Besucher:innen soll­ten nicht selbst her­aus­fin­den müs­sen, wie es wei­ter­geht. Ein sicht­ba­rer Call-to-Action zeigt den nächs­ten Schritt.

Das kann zum Bei­spiel sein:

  • Anfra­ge senden
  • Ter­min buchen
  • Kon­takt aufnehmen
  • Leis­tun­gen ansehen

Die For­mu­lie­rung soll­te mög­lichst kon­kret sein. „Bera­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren“ gibt mehr Ori­en­tie­rung als ein all­ge­mei­nes „Mehr erfah­ren“. Plat­zie­re den wich­tigs­ten Call-to-Action gut sicht­bar im obe­ren Bereich.

Zu vie­le ver­schie­de­ne But­tons wir­ken dage­gen schnell unru­hig. Lege des­halb einen Haupt-Call-to-Action fest und nut­ze wei­te­re nur dort, wo sie wirk­lich sinn­voll sind.

4. Vertrauenssignale

Bevor Men­schen Kon­takt auf­neh­men oder etwas buchen, möch­ten sie wis­sen, ob sie Dir ver­trau­en können.

Kun­den­stim­men, Refe­ren­zen, Zer­ti­fi­zie­run­gen, Aus­zeich­nun­gen, lang­jäh­ri­ge Erfah­rung oder kon­kre­te Pro­jekt­er­geb­nis­se kön­nen Sicher­heit geben. Auch loka­le Bezugs­punk­te sind hilf­reich. Ein Stand­ort in Ham­burg, Pro­jek­te aus der Regi­on oder die Zusam­men­ar­beit mit loka­len Partner:innen zei­gen, dass Dein Unter­neh­men vor Ort ver­an­kert ist.

Wich­tig ist, dass die Signa­le zu Dei­nem Ange­bot pas­sen. Eine kon­kre­te Kun­den­stim­me wirkt oft stär­ker als eine lan­ge Lis­te all­ge­mei­ner Aus­sa­gen. Ver­ste­cke wich­ti­ge Ver­trau­ens­si­gna­le nicht auf einer Unter­sei­te. Die Start­sei­te soll­te bereits einen glaub­wür­di­gen ers­ten Ein­druck vermitteln.

5. Eine übersichtliche Leistungs- oder Themenvorschau

Die Start­sei­te soll einen Über­blick geben, aber nicht jede Leis­tung voll­stän­dig erklären.

Eine Leis­tungs- oder The­men­vor­schau hilft Besucher:innen dabei, schnell den pas­sen­den Bereich zu fin­den. Sie kann Dei­ne wich­tigs­ten Ange­bo­te, Ziel­grup­pen, Pro­duk­te oder The­men zeigen.

Jeder Teaser soll­te kurz erklä­ren, wor­um es geht, und auf eine pas­sen­de Unter­sei­te füh­ren. Kla­re Bezeich­nun­gen sind dabei wich­ti­ger als krea­ti­ve Über­schrif­ten. Drei bis sechs zen­tra­le Berei­che rei­chen in vie­len Fäl­len aus. Zu vie­le Kacheln, Teaser oder The­men erschwe­ren die Orientierung.

Die fünf Elemente müssen zusammenspielen

Eine kla­re Über­schrift reicht nicht, wenn der Haupt­text unver­ständ­lich bleibt. Ein guter Text hilft wenig, wenn der nächs­te Schritt fehlt. Und auch star­ke Kun­den­stim­men ver­lie­ren Wir­kung, wenn die Sei­te unüber­sicht­lich ist.

Die fünf Ele­men­te soll­ten des­halb logisch auf­ein­an­der auf­bau­en: Zuerst ver­ste­hen Besucher:innen Dein Ange­bot. Danach erken­nen sie den Nut­zen, gewin­nen Ver­trau­en und fin­den den pas­sen­den nächs­ten Schritt.

Prü­fe außer­dem, ob die­se Rei­hen­fol­ge auch auf dem Smart­phone funk­tio­niert. Tex­te, But­tons und Leis­tungs­be­rei­che soll­ten dort genau­so gut les­bar und bedien­bar sein wie am Computer.

Weniger ist oft mehr

Eine gute Start­sei­te muss nicht mög­lichst vie­le Infor­ma­tio­nen ent­hal­ten. Sie soll­te die rich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zur rich­ti­gen Zeit zeigen.

Prü­fe regel­mä­ßig, ob Inhal­te dop­pelt sind, Aus­sa­gen zu all­ge­mein blei­ben oder zu vie­le Hand­lungs­auf­for­de­run­gen mit­ein­an­der konkurrieren.

Oft rei­chen klei­ne Anpas­sun­gen: eine prä­zi­se­re Über­schrift, ein kür­ze­rer Haupt­text oder ein deut­li­che­rer Button.

Fazit: Eine gute Startseite schafft Orientierung

Eine über­zeu­gen­de Start­sei­te braucht fünf Din­ge: eine kla­re Über­schrift mit Cla­im, einen kur­zen Haupt­text, einen sicht­ba­ren Call-to-Action, pas­sen­de Ver­trau­ens­si­gna­le und eine über­sicht­li­che Vor­schau auf die wich­tigs­ten Leis­tun­gen oder Themen.

Wenn die­se Ele­men­te sinn­voll zusam­men­spie­len, ver­ste­hen Besu­cher schnel­ler, wor­um es geht, war­um Dein Ange­bot rele­vant ist und wie sie den nächs­ten Schritt gehen können.

Wie Du die Inhal­te Dei­ner Web­site klar, ver­ständ­lich und anspre­chend for­mu­lierst, erfährst Du im Bei­trag Web­site-Tex­te schrei­ben: Was gute Tex­te aus­macht.