Bei der regionalen Suche gefunden werden: So nutzt Du Geotargeting – Teil 1

Geotargeting

Du hast eine neue .hamburg-Internetadresse und möchtest Deine Webseite für regionale Kunden noch sichtbarer machen? In dieser Beitragsreihe zum Geotargeting zeigen wir Dir, wie Du Deine Inhalte regional optimieren kannst und welchen Beitrag Deine .hamburg-Internetadresse bereits für die regionale Auffindbarkeit leistet.

Geotargeting ist Bestandteil des Marketing und dient der geografischen Lokalisierung Deiner Zielgruppen. Ziel ist es, potenziellen Kunden passgenau zugeschnittene Inhalte aus ihrer Region zur Verfügung zu stellen. Auf Bedürfnisse angepasste Webinhalte werden von Nutzern als relevanter angesehen. Der Standort des Nutzers spielt dabei die entscheidende Rolle, denn er gibt Aufschluss über die soziokulturellen Besonderheiten, Sprache und rechtliche Rahmenbedingungen in seiner Region.

Geotargeting ist eines der Tools, das ebenfalls für die Suchmaschinenoptimierung genutzt werden kann. Es kommt vor allem bei der Ausrichtung der Webseite auf regionale Suchanfragen zum Einsatz. Diese Suchanfragen geben klare Hinweise auf die Region, in der der Nutzer sich befindet oder sucht, beispielsweise nach einer Apotheke in Hamburg oder einem Hotel in München. In Kombination damit kommen auch die IP- oder GPS-Lokalisierung, die Du in Teil 2 unseres Blogbeitrags kennenlernst, beim Geotargeting zum Einsatz.

Wie Du Geotargeting einsetzen kannst

Um einer Suchmaschine die regionale Relevanz Deiner Webseite zu verdeutlichen, kannst du eine oder alle der folgenden Maßnahmen anwenden.

1.    Local Citations: Um die Relevanz der Webseite für Suchmaschinen zu erhöhen, solltest Du Deine Webseite auf repräsentativen Branchenportalen eintragen. Deine Daten sollten überall identisch sein. Bei einigen Portalen kann man zusätzlich Fotos und Suchbegriffe hinzufügen. Du solltest diese Funktionen nutzen, denn je detaillierter Deine Daten sind, desto relevanter werden sie für Suchmaschinen.
2.    Google-My-Business: Der Eintrag in dieses kostenlose Tool von Google entspricht einem Branchenbucheintrag. Unternehmen legen ein Profil an, geben die wichtigsten Informationen an und markieren ihren Standort auf Google Maps. Bei der regionalen Suche erhöhst Du damit die Chance, dass Deine Webseite prominent in den Suchergebnissen angezeigt wird.
3.    Bewertungen: Wenn Du für Deine Webseite Local Citations und Google-My-Business nutzt, dann solltest Du Nutzern erlauben Bewertungen zu Deinem Unternehmen und Deinen Produkten zu schreiben. Bewertungen gelten als zusätzlicher Rankingfaktor für die lokale Suchmaschinenoptimierung.
4.    Onpage-Optimierung: Die aufwendigste, aber vielversprechendste Maßnahme ist die Optimierung von Inhalten auf Deiner Internetseite. Diese umfassen nicht nur die Texte und Beiträge, sondern auch Metainformationen, Title-Tags und Alt-Attribute, Überschriften und die Internetadresse. Mit Deiner .hamburg-Internetadresse zeigst Du Google, dass Du Produkte in der Metropole verkaufst und hast somit bereits einen wichtigen Beitrag zu der Optimierung Deiner Webseite geleistet. Die anderen Anpassungen solltest Du ebenfalls regional optimieren, wenn Du für Suchmaschinen als relevant eingestuft werden möchtest. Zudem ist es sinnvoll, eine Google-Maps-Applikation auf der Webseite einzubinden, erstens um die Regionalität aufzuzeigen und zweitens, um Google die Verknüpfung Deiner Internetseite mit Google-My-Business und anderen Einträgen zu erleichtern.

Wofür Du Geotargeting einsetzen kannst

•    Im E-Commerce: Besonders für Onlineshops bietet sich das Geotargeting an. So wird der Shop an die Region des Kunden angepasst. Diese Anpassung gilt nicht nur für die Sprache, sondern auch für die Preise, Lieferbedingungen, Währung und regionalspezifische Produkte.
•    Sprachangepasste Inhalte: Viele Internetseiten werden in mehreren Sprachen angezeigt. Die Informationen im Browser geben der Webseite einen Hinweis auf die Region und die damit verbundene Sprache. Im 2. Teil dieses Beitrages erklären wir Dir, welche Targeting-Möglichkeiten außerdem Hinweise auf die bevorzugte Sprache geben können.
•    Regionale Werbung: Geotargeting kann genutzt werden, um Werbung zielgruppenspezifisch auszuspielen. Mit Google AdWords lässt sich dies relativ einfach konfigurieren. Mit der Information zur Region des Internetnutzers wird je nach Einstellung automatisch entschieden, ob die Anzeige ausgespielt werden soll oder nicht. Richtet sich Dein Angebot bspw. an Hamburger, so wird die Anzeige nur ausgespielt, wenn der Nutzer sich in Berlin befindet.
•    Urheberschutz: Diese Nutzungsmöglichkeit kommt vor allem bei Streamingdiensten, wie YouTube oder Netflix zum Einsatz. Die Dienste passen die verfügbaren Inhalte die Region des Nutzers an, um die Urheberrechte zu schützen. Dies trifft teilweise auch auf die Online-Dienste der ARD zu, deren Inhalte sich nur in bestimmten Ländern abrufen lassen.
•    Zahlungsverbindlichkeit: Oftmals werden Standortinformationen zum Abgleich mit Kundendaten genutzt, um bei Zahlungen im Internet Online-Betrügern schneller auf die Spur zu kommen.

Im zweiten Teil dieses Beitrags erklären wir Dir wie die Standortermittlung, auf der das Geotargeting beruht, funktioniert.