Bei der regionalen Suche gefunden werden: So nutzt Du Geotargeting – Teil 2

Geotargeting

In Teil 1 dieser Beitragsreihe haben wir Dir erklärt, wie und wofür Du Geotargeting mit Deiner .hamburg-Internetadresse einsetzen kannst. In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie der Standort Deiner Nutzer ermittelt wird. Wer Produkte in einer bestimmten Region anbietet, bei Suchanfragen in oder über diese Region mit seiner Webseite in den Suchergebnissen auftauchen und von potenziellen Kunden gefunden werden möchte, sollte die Möglichkeiten, die das Geotargeting mit sich bringt, in Betracht ziehen.

Einige Geotrageting-Methoden erfassen den Nutzerstandort bis auf wenige Meter genau, andere wiederum erlauben lediglich die Feststellung der Region. Entscheidend ist, ob der Nutzer der Ermittlung und Nutzung seines Standortes zugestimmt hat. Es gibt fünf Maßnahmen zur Standortermittlung: Nutzereingaben, Webbrowser, IP-Adressen, GPS-Daten und Funkzellenortung. Wir stellen Dir alle Maßnahmen kurz vor.

Nutzereingaben bestimmen Standortermittlung

Die leichteste Variante der Standortermittlung ist die manuelle Eingabe durch den Nutzer. Auf zahlreichen Webseiten können Sprache und Region manuell bestimmt werden. Preise, Lieferzeiten und Datenschutzinformationen aktualisieren sich entsprechend. Diese Methode ist abhängig von der Genauigkeit und Aufrichtigkeit der Internetnutzer und beruht auf freiwilligen Angaben. Der aktuelle Aufenthaltsort des Nutzers spielt bei dieser Methode keine Rolle, der Nutzer könnte also aus Kanada ein Paket bei Zalando nach Hamburg bestellen.

Standortfreigabe über den Browser

Browser wissen einiges über den Internetnutzer, sie speichern Suchhistorie, Passwörter und andere Merkmale, um den Nutzer zu identifizieren. Webseiten können den Browser auffordern, den Standort des Nutzers über die standortrelevanten Daten im Betriebssystem auszulesen und an die Webseite weiterzugeben. Diese Daten werden über die Geolocation-API in konkrete Koordinaten umgewandelt und an die Webseite zurückgespielt. Diese Methode ist von der technischen Ausstattung des Endgerätes abhängig. Außerdem ist die Standortfreigabe von der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers abhängig und wird bei jeder Seite erneut abgefragt. Einige Browser, wie Google Chrome, erlauben die Weitergabe der Standortdaten nur an Webseiten mit HTTPS-Verbindungen.

Targeting mit IP-Adressen

Ein weiteres Instrument für die Standortbestimmung ist die IP-Adresse. Jeder Nutzer hat eine individuelle IP-Adresse. Sobald er im Browser eine Internetadresse eingibt oder über eine Suchmaschine sucht, kommunizieren Browser und Webserver und die IP-Adressen werden ausgetauscht. IP-Adressen machen Geräte adressierbar und können die Nutzer eindeutig identifizieren. Die Standortbestimmung ist an die Vergabe der IP-Adressen geknüpft. Diese werden von der IANA (Internet Assigned Numbers Authority) an RIRs (Regional Internet Registries) vergeben. Es gibt fünf dieser Registries weltweit, jede ist für eine bestimmte Region zuständig. Jede Regionen verfügt über eine Anzahl an IP-Adressen, die vergeben werden. So kann der Standort des Nutzers ausgemacht werden. Eine genaue Bestimmung ist aufgrund der Datenschutzregelungen nicht möglich.

Targeting über GPS

Die GPS-Ortung kann den Standort eines mobilen Endgeräts bis auf wenige Meter genau bestimmen, denn jedes mobile Gerät ist heute mit GPS-Empfängern ausgestattet. Eine Lokalisierung über GPS kann nur dort erfolgen, wo Satellitensignale empfangen werden, dies schließt geschlossene Räume oftmals aus, da das Signal nicht ausreichend stark ist. Diese Methode der Ortung funktioniert nur dann, wenn die Standortdienste am Gerät eingeschaltet sind und die Nutzer der Verwendung des Standortes für die Webseite oder App ausdrücklich zugestimmt haben. Diese Methode schließt die Ortung von stationären Geräten aus, da diese sehr selten mit GPS-Empfängern ausgestattet sind und konzentriert sich somit auf die Optimierung von mobilen Webseiten und Apps.

Funkzellenortung

Auch diese Standortermittlung kann lediglich mobile Geräte lokalisieren. Über den Telekommunikationsanbieter lässt sich die Position des Geräts über den Funkmast ermitteln, in dessen Funkzelle das Gerät eingebucht ist. Die Genauigkeit der Position hängt von der Anzahl der umliegenden Funkmaste ab, deswegen funktioniert die Ortung in Großstädten besser als in ländlichen Gegenden. Diese Art der Ortung kommt des Öfteren bei verlorenen oder gestohlenen Geräten zum Einsatz. Oftmals nutzt auch die Polizei diese Art der Standortermittlung um die Suche nach verdächtigen Personen zu unterstützen.

Jetzt weißt Du wie und wofür Du Geotargeting einsetzen kannst und kennst die Techniken zur Standortermittlung Deiner Nutzer. Nun kannst Du Deine .hamburg-Internetadresse noch regionaler ausrichten, um so besser von potenziellen Kunden gefunden zu werden.